Es ist schön, nicht den Wecker zu hören, sondern vom strahlenden Sonnenschein wach geküsst zu werden. So darf der erste (richtige) Urlaubstag beginnen.
Im weiteren Verlauf war dieser jedoch von einem “Technischen Problem” (Teil 1/2) geprägt:
Mein Bruder hatte mir schon einmal eine APP empfohlen, mit der man Internet-Seiten im iPhone offline verfügbar machen kann. “Brauche ich nicht!” war damals mein Grund, sie nicht zu installieren. Jetzt hat sich allerdings der erste Anwendungsfall ergeben: Auf der Seite “San Francisco 4 You” werden von ihrem Betreiber (Privatperson[1]) sehr ausführlich mehrere Stadt-Rundgänge beschrieben. Diese haben Floh und ich uns für die Tage hier vorgenommen, jedoch vergessen, diese zu Hause auszudrucken. Das hätte man natürlich auch in der Hotel-Lobby nachholen können… aber das kann ja jeder.
Also habe ich nach einer entsprechenden APP gesucht, weil mir der Name der o. g. Empfehlung natürlich wieder entfallen ist.
Nach ein bißchen suchen bin ich dann auf “WebSaver” gestoßen. Weil es nach dem schnellen Überfliegen der Informationen einen guten Eindruck gemacht hat, wurden die EUR 2,99 zügig investiert. Eine klare Fehlinvestition, die mich neben Geld heute morgen auch einiges an Nerven gekostet hat.
Also hieß es: Weitersuchen: Mit “iCab Mobile” habe ich dann letztendlich für EUR 1,79 die richtige APP gefunden, installiert und erfolgreich in Betrieb genommen.
… und weil ich nicht noch einmal etwas Neues suchen will, an dieser Stelle bitte keine weiteren Empfehlungen mehr. *grins*
[1]Ich schreibe “Privatperson”, weil Willy Schulz eine ist. Er hat aber so viel Liebe und Informationen in die Seite über seine Lieblingsstadt gesteckt, daß man das aus meiner Sicht einfach dazu sagen muß.
Nach diesem holprigen Start in den Tag ging es um 09:00 Uhr dann los in die Straßen von San Francisco, kurz “Frisco” genannt. Ein von den Einwohnern übrigens lange Zeit verpönter, in den letzten Jahren aber zunehmend wieder akzeptierter Spitzname für San Francisco.
Einmal mehr fielen uns die vielen Obdachlosen auf, die das Stadtbild von Frisco ebenso prägen wie die “Golden Gate Bridge” oder die anderen Sehenswürdigkeiten. Es heißt, daß Frisco den höchsten Bevölkerungsanteil an Obdachlosen unter den Städten in den USA hat (Dunkelziffer zwischen 5.000 und 7.000). Ich will das an dieser Stelle gar nicht werten, sondern nur mein Mitleid zum Ausdruck bringen und feststellen, daß sich uns gegenüber bis jetzt noch niemand auf- und ausfällig benommen hat.
Unsere erste Station führte uns mit dem Bus zum “Fisherman’s Warf” und das “Pier 39“. Dort haben wir uns im “Wipeout” zunächst ein deftiges Frühstück gegönnt, die warmen Sonnenstrahlen genossen und dabei zugesehen, wie ein Weihnachtsbaum geschmückt wurde.
Zu Fuß sind wir dann weiter zum “Pier 33″, um uns einen “CityPASS” für den öffentlichen Nahverkehr und Eintrittskarten für “Alcatraz” zu besorgen. “Alcataz” wird morgen früh übrigens unser erstes Ziel sein.
In diesem Zusammenhang darf ich feststellen, daß “Foursquare” im Land seines Ursprungs deutlich “sinnhafter” ist. Zum einen gibt es hier viel mehr “Specials” und “Tipps”. Zum anderen nutzen es viel mehr Menschen. In der Warteschlange bei “Alcatraz Cruises” am Pier 33 jubelte (!) z. B. einer seiner Freundin zu “Yeah! I’ve got the ‘[...] Badge’! Great!”. Nichtsdestotrotz vergesse ich bei den ganzen Sehenwürdigkeiten und Eindrücken einfach oft, mich einzuchecken.
Im Anschluß kamen dann auch “iCab Mobile” bzw. einer der o. g. Stadt-Rundgänge zum tragen. Auf unserem Zug durch die Straßen von Frisco haben Floh und ich folgendes gesehen/ genutzt:
- Cable Cars [2]
- Lombard Street
- Telegraph Hill
- Coit Tower [3]
- Levi’s Plaza/ Levi’s Headquarter
- Pier 7 (vgl. “Bild des Tages)
- Ferry Building
- Denkmal in Erinnerung an den Indianerstamm der Travianer Muwekma Ohlone
- Embarcadero Plaza
- “Schroeder’s” [4]
[2] Hier muß man erst lernen, die “Cable Cars” wie ein Taxi durch Winken zum Anhalten zu bewegen bzw. durch lautstarke Äußerungen den Wunsch nach dem Ausstieg Nachdruck zu verleihen.
[3] Von hier oben hat man einen wundervollen Blick auf die Bucht, “Alcatraz”, die “Golden Gate Bridge” und die “(Oakland) Bay Bridge“. Die Aussicht wäre noch toller gewesen, wenn der Coit Tower nicht aufgrund Wartungsarbeiten für den Aufstieg gesperrt gewesen wäre.
[4] Das “älteste und größte deutsche Restaurant an der kalifornischen Westküste.”
Von unserem Rundgang könnt Ihr Euch bei Interesse auch in der eingefügten Grafik ein Bild machen:
Tour des Tages (15.11.2010)
Mit der Grafik für die “Tour des Tages” war dann auch das “Technische Problem”, Teil 2/2 verbunden: Die Anwendung “Sport Tracks” wollte meinen “Garmin, Forerunner 305″ nicht mehr erkennen bzw. die über den Tag aufgezeichneten GPS-Daten nicht importieren. Diese Herausforderung konnte ich jedoch durch die zweimalige (!) Installation von ein und demselben Plug-In relativ schnell beheben.
Ich freue mich darauf, den Rest des Urlaubs ohne weitere “Technische Probleme” zu verbringen.
Am Abend haben wir uns nur noch kurz mit unserem Sub vom “Subways” am “Union Square” niedergelassen.
Das Wetter ist übrigens perfekt: Tagsüber sind wir mit T-Shirt und kurzer Hose unterwegs. Abends muß man sich nur mit einer Jeans und einem dünnen Pullover gegen die aufkommende Frische schützen.
Bild des Tages (15.11.2010)




